# Was wir aus dem Stiftungsreport 2026 lernen

Aktuelle Insights zur Frage, wie sich die Philanthropie in der Schweiz verändert.

Wie jedes Jahr liefert der Schweizer Stiftungsreport 2026 nicht nur aktuelle Zahlen zum Schweizer Stiftungssektor, sondern zeigt auch, welche Themen Stiftungen derzeit beschäftigen und wohin sich die Philanthropie entwickelt.

Unser Eindruck: Die grossen Veränderungen finden nicht bei der Anzahl Stiftungen statt, sondern in ihrer Arbeitsweise. Wirkung, Zusammenarbeit und langfristige Partnerschaften rücken immer stärker in den Mittelpunkt.

## 1\. Der Stiftungssektor wächst wieder - wenn auch moderat

Ende 2025 waren in der Schweiz knapp 14'000 gemeinnützige Stiftungen registriert. Nach den eher verhaltenen Entwicklungen der letzten Jahre wurden wieder mehr Stiftungen gegründet als liquidiert. Das Wachstum bleibt zwar überschaubar, zeigt aber, dass die Stiftung als Instrument für gesellschaftliches Engagement weiterhin attraktiv ist.

Spannend ist jedoch ein anderer Befund: Das Wachstum konzentriert sich zunehmend auf wenige Kantone wie Genf oder das Tessin, während viele Regionen stagnieren. Der Schweizer Stiftungssektor entwickelt sich also nicht überall gleich dynamisch.

## 2\. Die meisten Stiftungen wirken näher, als viele denken

Wer an Schweizer Stiftungen denkt, hat oft grosse nationale oder internationale Förderorganisationen vor Augen. Tatsächlich zeichnet der Report aber ein anderes Bild: Mehr als die Hälfte aller Stiftungen engagiert sich lokal oder regional.

Für gemeinnützige Organisationen ist das eine wichtige Erkenntnis. Förderpotenzial liegt häufig direkt vor der eigenen Haustür. Eine gut recherchierte regionale Förderstrategie kann deshalb oft erfolgreicher sein als der Fokus auf einige wenige bekannte Grossstiftungen.

## 3\. Wirkung bedeutet heute mehr als Projektförderung

Der diesjährige Themenschwerpunkt lautet **«Wirksames Handeln»** - und das ist kein Zufall.

Immer mehr Stiftungen fragen nicht mehr nur, _welches Projekt_ sie finanzieren, sondern _welche Veränderung_ sie gemeinsam mit ihren Förderpartnern erreichen wollen. Der Report zeigt deutlich, dass Themen wie systemischer Wandel, Organisationsentwicklung, Partnerschaften und Collective Action an Bedeutung gewinnen.

Diese Entwicklung beobachten wir auch in der Praxis. Erfolgreiche Förderbeziehungen entstehen zunehmend dort, wo Stiftungen und Organisationen gemeinsam lernen, flexibel zusammenarbeiten und Wirkung langfristig denken.

## 4\. Zusammenarbeit wird zum neuen Standard

Kaum ein Begriff taucht im Report so häufig auf wie Kooperation.

Ob Förderpartnerschaften, gemeinsames Lernen oder sektorübergreifende Zusammenarbeit - viele der vorgestellten Beispiele zeigen, dass gesellschaftliche Herausforderungen heute selten von einer einzelnen Organisation gelöst werden können.

Für Gesuchstellende bedeutet das: Wer glaubwürdig aufzeigt, wie verschiedene Akteur:innen zusammenarbeiten und welche Rolle die eigene Organisation darin übernimmt, schafft einen echten Mehrwert. Kooperation wird zunehmend zu einem Qualitätsmerkmal guter Fördergesuche.

## 5\. Professionalisierung geht weiter - auch bei kleinen Stiftungen

Der Report macht ausserdem deutlich, wie stark sich der Schweizer Stiftungssektor in den letzten 25 Jahren entwickelt hat. Neue wissenschaftliche Zentren, digitale Plattformen, modernisierte Aufsichtsstrukturen und gemeinsame Standards haben den Sektor nachhaltig professionalisiert.

Gleichzeitig bleiben viele Stiftungen bewusst schlank organisiert. Nur rund 18 Prozent verfügen über eine eingetragene Geschäftsführung; in den meisten Fällen übernimmt der Stiftungsrat weiterhin auch operative Aufgaben.

Das erklärt auch, weshalb gut strukturierte, verständliche Fördergesuche nach wie vor entscheidend sind: Viele Entscheide werden von kleinen Teams oder ehrenamtlich tätigen Stiftungsräten getroffen.

## Unser Fazit

Der Schweizer Stiftungsreport 2026 zeigt einen Sektor, der weniger durch spektakuläres Wachstum als durch einen kulturellen Wandel geprägt ist. Stiftungen denken langfristiger, arbeiten partnerschaftlicher und richten ihre Förderung stärker auf Wirkung aus.

Für gemeinnützige Organisationen ist das eine gute Nachricht. Wer Wirkung nachvollziehbar beschreibt, Kooperationen glaubwürdig aufzeigt und den Fokus auf gemeinsame Lösungen legt, trifft die Themen, die den Sektor aktuell bewegen.

Wir sind gespannt, wie sich diese Entwicklungen in den kommenden Jahren weiter konkretisieren - und welche neuen Formen der Zusammenarbeit daraus entstehen

Wie jedes Jahr liefert der Schweizer Stiftungsreport 2026 nicht nur aktuelle Zahlen zum Schweizer Stiftungssektor, sondern zeigt auch, welche Themen Stiftungen derzeit beschäftigen und wohin sich die Philanthropie entwickelt.

Unser Eindruck: Die grossen Veränderungen finden nicht bei der Anzahl Stiftungen statt, sondern in ihrer Arbeitsweise. Wirkung, Zusammenarbeit und langfristige Partnerschaften rücken immer stärker in den Mittelpunkt.

Diese vier Erkenntnisse bleiben hängen:

## 1\. Die meisten Stiftungen engagieren sich im Kleinen

Wer an Schweizer Stiftungen denkt, hat oft grosse nationale oder internationale Förderorganisationen vor Augen. Tatsächlich zeichnet der Report aber ein anderes Bild: Mehr als die Hälfte aller Stiftungen engagiert sich lokal oder regional.

Für gemeinnützige Organisationen ist das eine wichtige Erkenntnis. Förderpotenzial liegt häufig direkt vor der eigenen Haustür. Eine gut recherchierte regionale Förderstrategie kann deshalb oft erfolgreicher sein als der Fokus auf einige wenige bekannte Grossstiftungen.

## 2\. Es geht um mehr als nur Projektförderung

Immer mehr Stiftungen fragen nicht mehr nur, _welches Projekt_ sie finanzieren, sondern _welche Veränderung_ sie gemeinsam mit ihren Förderpartnern erreichen wollen. Der Report zeigt deutlich, dass Themen wie systemischer Wandel, Organisationsentwicklung, Partnerschaften und Collective Action an Bedeutung gewinnen. Erfolgreiche Förderbeziehungen entstehen zunehmend dort, wo Stiftungen und Organisationen gemeinsam lernen, flexibel zusammenarbeiten und Wirkung langfristig denken.

## 3\. Zusammenarbeit wird zum neuen Standard

Kaum ein Begriff taucht im Report so häufig auf wie Kooperation. Ob Förderpartnerschaften, gemeinsames Lernen oder sektorübergreifende Zusammenarbeit: Viele der vorgestellten Beispiele zeigen, dass gesellschaftliche Herausforderungen heute selten von einer einzelnen Organisation gelöst werden können.

Für Gesuchstellende bedeutet das: Wer glaubwürdig aufzeigt, wie verschiedene Akteur:innen zusammenarbeiten und welche Rolle die eigene Organisation darin übernimmt, schafft echten Mehrwert. Kooperation wird zunehmend zu einem Qualitätsmerkmal guter Fördergesuche.

## 4\. Professionalisierung geht weiter - auch bei kleinen Stiftungen

Neue wissenschaftliche Zentren, digitale Plattformen, modernisierte Aufsichtsstrukturen und gemeinsame Standards haben den Sektor nachhaltig professionalisiert. Gleichzeitig bleiben viele Stiftungen bewusst schlank organisiert. Nur rund 18 Prozent verfügen über eine eingetragene Geschäftsführung; in den meisten Fällen übernimmt der Stiftungsrat weiterhin auch operative Aufgaben. Das erklärt auch, weshalb gut strukturierte, verständliche Fördergesuche nach wie vor entscheidend sind: Viele Entscheide werden von kleinen Teams oder ehrenamtlich tätigen Stiftungsräten getroffen.

## Unser Fazit

Der Schweizer Stiftungsreport 2026 zeigt einen Sektor, der weniger durch spektakuläres Wachstum als durch einen kulturellen Wandel geprägt ist. Stiftungen denken langfristiger, arbeiten partnerschaftlicher und richten ihre Förderung stärker auf Wirkung aus. Für gemeinnützige Organisationen ist das eine gute Nachricht. Wer Wirkung nachvollziehbar beschreibt, Kooperationen glaubwürdig aufzeigt und den Fokus auf gemeinsame Lösungen legt, trifft die Themen, die den Sektor aktuell bewegen.

Wir sind gespannt, wie sich diese Entwicklungen in den kommenden Jahren weiter konkretisieren - und welche neuen Formen der Zusammenarbeit daraus entstehen.
